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Am 24. August veröffentlicht die Sueddeutsche Zeitung den Artikel Beleidigt und getreten mit der Einleitung

Ein 21-Jähriger aus Guinea hat sich in die S-Bahn-Türe gestellt, bis auch seine Freundin am Zug war. Ein Lokführer ist darüber so erbost, dass er den Mann beleidigt – und schließlich sogar tritt.

Im Artikel wird beschrieben, daß der 21-jährige die S-Bahn blockierte, bis seine Freundin eingestiegen war. Dafür wurde er durch eine Lautsprecherdurchsage gemaßregelt. Wörtlich heißt es doch der 51-jährige Mann im Führerstand verlor die Beherrschung. Wieso das? Eine S-Bahn mit hunderten von Fahrgästen zu blockieren ist ein Frechheit und eine Maßregelung durch eine Lautsprecherdurchsage ist angemessen. Nur die Sueddeutsche Zeitung in Person von Herrn Stefan Simon möchte dem Leser etwas anderes suggerieren.

Weiter heißt es und er warf ihm dabei [in der Lausprecherdurchsage, Anm. des Autors] auch eine ausländerfeindliche Beleidigung an den Kopf. Leider verrät die Sueddeutsche Zeitung dem geneigten Leser nicht, worin diese Beleidigung bestanden hat.

Der Artikel geht weiter mit: der Krankenpfleger war empört und ging zur Tür zwischen Waggon und Führerstand, um den Lokführer zur Rede zu stellen. Doch statt zu öffnen und sich zu entschuldigen, fuhr der 51-Jährige weiter zur Station Hirschgarten. Als normaler Fahrgast in der S-Bahn hält dieser 21-jährige Krankenpfleger also zuerst die S-Bahn (und damit alle Fahrgäste) auf und will dann die Fahrt noch weiter verzögern? Die Sueddeutsche Zeitung nimmt eindeutig Stellung und findet dieses Verhalten angemessen. Sie auch?

Zum Schluss heißt es: dort [in der Station Hirschgarten, Anm. des Autors] eskalierte der Zwischenfall: Als der Guineer ausstieg und durch ein Seitenfenster per Handy ein Foto von dem Lokführer schießen wollte, trat dieser dem 21-Jährigen gegen die Hand. Das Mobiltelefon fiel zu Boden und zerschellte.

Wie soll das passiert sein? Hat der Zugführer durch das Seitenfenster getreten? Oder hat er vielleicht vorher die Tür geöffnet? Hat es einen kurzen Wortwechsel gegeben? Hat der Zugführer sich bedroht gefühlt? Hat sich der Krankenpfleger bedroht gefühlt? Über all dies wird der Leser nicht aufgeklärt, nur die Position der Herrn Stefan Simon und damit die der Sueddeutschen Zeitung ist klar: hier kann es keine zwei Meinungen geben, hier darf tendenziös berichtet werden.

Herrn Stefan Simon sei dringend geraten, künftig Ereignisse so darzustellen, daß der Leser sich selber ein Bild machen kann.

Anhang: die Abendzeitung vom 25. August berichtet über den Vorfall auf Seite 9 unter der Überschrift Rassistische Durchsage in der S-Bahn und nennt die ausländerfeindliche Bemerkung, welche die Sueddeutsche Zeitung ihren Lesern vorenthielt: …ist dieser Satz: Wenn de Tür kaputt is’, zahlt’s der Neger.

Aus den Mehrere Reisende, die sich zuvor schon über die Beleidigung empört hatten, stellten sich als Zeugen zur Verfügung (Zitat Sueddeutsche Zeitung) werden bei der Abendzeitung Eine 35-jährige und ein 20-Jähriger – ein Detail, welches sehr schön den tendenziösen Ton des Artikels der Sueddeutschen Zeitung beleuchtet.

 

 

Privatsphäre und IPv6

Mit der Einführung von IPv6 wird eine riesige Menge von Adressen eingeführt, welche jedem Menschen und jedem Gerät auf dieser Erde zugewiesen werden könnten und damit Menschen und Maschinen kenntlich werden ließen. Stimmt das?

Zur Zeit bekommt ein normaler Benutzer von seinem Internetdienstleister eine IP-Adresse zugewiesen, welche alle 24 Stunden erneuert wird. Ein Zuordnung IP-Adresse zu Anschluß ist möglich und kann im Rahmen einer Ermittlung abgefragt werden. Wer die IP-Adresse wirklich genutzt hat ist erst einmal unbekannt.

Wer Nutzerprofile erstellen möchte ist also auf weitere Daten angewiesen. Wer folglich anonym bleiben möchte, muß nicht nur seine IP-Adresse durch Nutzung z.B. des Tor-Netzwerkes verschleiern sondern darf nur Anwendungen benutzen, welche keine besonderen Informationen herausrücken.

Eine 128 Bit lange IPv6 Adresse besteht aus 64 Bit Präfix plus 64 Bit Schnittstellennummer. Im Normalfall wird ein Internetdienstleister dem Kunden die ersten 56 Bit des Präfix zuweisen. Der Router des Kunden wählt die verbleibenen 8 Bit des Präfix zufällig, und die Rechner im Kundennetz wählen sich eine zufällige Schnittstellennummer aus, welche in regelmäßigen Abständen neu gewürfelt wird. Dieser Vorgang ist in RFC4941 Erweiterungen für die Privatsphäre definiert und muß unter den Betriebssystemen Mac OS X und Linux manuell aktiviert werden.

Ist dies geschehen, dann ist IPv6 genauso sicher bzw. unsicher wie der IPv4-Vorgänger.

Ein Besuch des Webauftrittes Projekt Panopticlick prüft, ob die vom Browser an den Server gemeldeten Daten (z.B. Version des Betriebssystems) und der genutzten Erweiterungen eine einzigartige Kombination ergeben.

Referenz: Artikel der Zeitschrift c’t Ist IPv6 privat genug? im Heft 3/2011 auf Seite 146ff.

Keine Erwähnung des norwegischen Attentäters in diesem Tagebuch. Punkt.

Beratersprech

Mein Leben ist eine giving-story. Für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, dass man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported.

Das erklärte Jil Sander im Jahre 1996 und es ist eines der ältesten dokumentierten Businessblabla-Zitate. Das ist lupenreiner Beratersprech. Anders als bei schnödem Denglisch werden hier Fachbegriffe aus der Betriebswirtschaftslehre verwendetet (audience), ferner rhetorische Figuren aus dem Amerikanischen (giving story).

Noch ein schöner Satz aus dem Spiegel-Artikel, der mit einem Verweis auf einen Beratersprech-Test endet: Testen Sie hier, ob Sie ein Resulter sind – oder doch nur ein Underperformer!

Verweis: Spiegel Online Artikel Verstehen Sie Beratersprech?

Nachdem mein Heimnetzwerk seit zwei Wochen im Doppelstapelbetrieb IPv4+IPv6 läuft, ist nun IPv6 auch für diesen Webauftritt eingeschaltet.

Seit dem 27. Juni 2011 unterstützt Strato inoffiziell IPv6 für virtuellen Server: es kann eine IPv6 Adresse angefordert werden und im DNS-Editor als AAAA-Datensatz eingetragen werden.

Danach waren einige Anpassungen vonnöten: der ssh Dienst lief ohne besondere Anpassung und der Apache Webserver benötigte lediglich die Angabe der IPv6 Adresse im Listen Befehl und bei Virtualhost. Eine Brandmauer mit ip6tables war schnell aufgesetzt, da diese sehr ähnlich zu der Brandmauer mit iptables war.

Nach kurzer Zeit lieferte die Anfrage ping6 dietrichschmidt.de die IPv6 Adresse, und der Zugang über IPv6 funktionierte. Übrigens wird bei gleichzeitiger Verfügbarkeit von IPv6 und IPv4 standardmäßig IPv6 gewählt. Im Feuerfuchs zeigt z.B. das Plugin SechsOderWie (englisch SixOrNot) das gewählte Protokoll an.

Die Fritzbox 3370 stellt Ethernet-Verbindungen standardmäßig mit 100 MBit/s her. Wer die maximale Geschwindigkeit von 1Gbit/s nutzen möchte, möge die Weboberfläche der Fritzbox öffnen und auf System, dann Energiemonitor klicken und zum Reiter Einstellungen wechseln und dort auf 1Gbit/s umstellen, vgl. den Artikel LAN-Verbindungen werden nur mit 100 MBit/s hergestellt in der AVM Wissensdatenbank.

Ein anschließender Test der Übertragungsgeschwindigkeit mit scp liefert 11 MByte/sek über 100 MBit/s Ethernet, 10,5 MByte/sek über WLAN (die Fritzbox zeigt 216 Mbit/s an) und 33 MByte/sek über 1 Gbit/s Ethernet.

Die Ausgabe 7/2011 der iX enthält als Titelzeile IPv6 – Zeit für den Einstieg und das Heft enthält 4 Artikel zu dem Thema IPv6. Bereits am 18. September 2010 hatte ich den Artikel Internet Protokoll Version 6 – noch ist es nicht soweit veröffentlicht, Anlaß war eine IPv6-fähige Firmware für die AVM-Fritzboxen. Nun hat AVM die Fritzbox 3370 herausgebracht, und ich recherchiere, ob mein Internet Anbieter vielleicht schon IPv6 unterstützt – und siehe da, ja, M’net ist im Probebetrieb mit der IPv6 Unterstützung, und die Forumsberichte sind durchweg positiv.

Also habe ich mir eine Fritzbox 3370 gekauft, angeschlossen, konfiguriert – und es funktioniert. Die Fritzbox bekommt eine IPv4 und IPv6 Adresse, unter Mac OS X, Windows 7 und Linux bekommen die Rechner sowohl eine IPv4 Adresse über DHCP als auch eine IPv6 Adresse von der Fritzbox zugeteilt, Zugriff auf IPv6 Server wie z.B. ipv6.google.com oder test-ipv6.com funktioniert einwandfrei.

So schlimm war es doch gar nicht – dank AVM und M’net betrug der Zeitaufwand circa 5 Stunden.

Stellt sich die Frage nach der Sicherheit – und hier sorgt die Fritzbox für Entwarnung, da eine IPv6-Brandmauer enthalten ist, welche keinen IPv6-Verkehr ins interne Netz läßt.

Fragen wir mal anders herum: was hat die Umstellung für Vorteile gebracht? OS X, Linux und Windows funktionieren problemlos im Parallelbetrieb – anderes war nicht zu erwarten. Es spricht nichts dagegen, die Umstellung schon heute hinter sich zu bringen.

Jetzt gilt es, alle Dienste auf IPv6 umzustellen, und darauf zu warten, daß M’net den Regelbetrieb mit IPv6 aufnimmt.

Die Tastatur am Mac

Übersicht

Eine Tastatur ist ein Eingabegerät mit einer Anzahl von Tasten, welche üblicherweise mit dem Fingern gedrückt werden. Die Tastatur überträgt das Drücken bzw. Loslassen von Tasten durch Senden von Tastencodes (sog. Scancodes) an einen Rechner. Das dort laufende Betriebssystem wertet die Tastencodes aus und leitet diese gegebenenfalls an eine laufende Anwendung weiter.

Zur einführung ist der Wikipedia Artikel Tastatur geeignet, und zusätzlich die Artikel Entstehung und Einsatz der Computertastatur und Die korrekte Benennung der Computertasten vom Webauftritt Typografie.info.

Benutzung

Die Tastatur wird zur Eingabe von Texten genutzt, wobei beide Händen zum Tastendrücken herangezogen werden. Die Maus steht nun nutzlos neben der Tastatur und bettelt um Aufmerksamkeit. Mit der Hand zur Maus greifen, ein Kommando absetzen und die Hand wieder zurück an die Tastatur bewegen zum Weitertippen – so ein Kontextwechsel kostet viel Zeit. Deshalb lohnt sich das Einprägen der wichtigsten Tastaturkürzel.

Die Anordnung und Erreichbarkeit der Tasten spielt eine große Rolle: die vorhandene Tastaturbelegung heißt QUERTZ nach der Anordung der Tasten in der höchsten Buchstabenreihe von links nach rechts. Als Alternative zu der QUERTZ Tastaturbelegung empfiehlt sich Neo, wo auch weitere Informationen zu Tastaturbelegungen zu finden sind.

Im nächsten Schritt werden die vorhanden Tasten am Mac benannt.

In einem weiteren Artikel werden die wichtigsten Operationen zur Steuerung eines Betriebssystems und bei der Texteingabe bestimmt und entsprechende Tastaturkürzel identifiziert sowie deren Umsetzung unter OS X erklärt.

Harte Ware

Die interne Tastatur des MacBuchs (offizielle Modellbezeichnung: MacBook Pro) ist identisch zu der drahtlosen Mobiltastatur des Apfels:

SystemAdministration.MacOS.internals.Keyboard/ApfelDrahtlosDeutsch.png

Die untere Tastenreihe auf der MacBuch Tastatur beginnend unten von links nach rechts besteht aus

  • Funktion (Fn)
  • Strg – Steuerung (ctrl)
  • Wahl (alt)
  • Befehl (cmd)
  • Leertaste
  • Befehl (cmd)
  • Wahl (alt)
  • Pfeiltasten

Weitere Tasten sind

  • Umschalt (Hochstell) – engl. Shift
  • Feststell – engl. caps lock
  • Rückschritt – engl. Backspace

SystemAdministration.MacOS.internals.Keyboard/SonderzeichenAmMac.png

Referenz: Sonderzeichentasten am Mac. In der Sonderzeichenliste fehlt Fn – Funktion – engl. Function, welche nur auf Mobiltastaturen vorhanden ist.

Die Tasten Umschalt, Strg, Wahl, Fn und Befehl sind Umschalttasten, sie haben alleine gedrückt keinen Effekt sondern modifizieren die Bedeutung einer oder mehrerer weiteren, gleichzeitig gedrückten Tasten.

Die Eingabetaste ↩ ist der Wagenrücklauf, ein Drücken der Taste beendet die aktuelle Zeile und springt zum Anfang der nächsten. Damit wird in einem Textfeld ein Zeilenumbruch erzeugt.

Der Zeilenschalter ⌅ schließt eine Eingabe ab, d.h. eine Abfrage wird abgeschickt.

Des Löschen eines Zeichens nach der Einfügemarke (engl. cursor) geschieht an der MacBuchtastatur durch Drücken von Fn+Rücktaste, bei einer PC Tastatur ist dafür die Taste Entfernen vorgesehen.

Ein Kontextmenü, welches unter Windows und Linux beim Drücken der rechten Maustaste angezeigt wird, erscheint durch Drücken der Steuerungstaste bei gleichzeitigem Mausklick oder einem Mausklick mit 2 Fingern gleichzeitig.

Das Fernsehen ist bekannt als eine große Zeitstehlmaschine: viele sinnentleerte Programme, in denen interessante Filme oder Diskussionen sehr selten sind, meistens wird dumme Werbung gesendet von Produkte, die man jetzt erst recht nicht kaufen wird, und das ständige Programmumschalten führt letztlich zu der Erkenntnis, daß es nichts Wichtiges zum Verpassen gibt.

Der bessere Umgang mit dem Medium Fernsehen: nur Einschalten, wenn eine sehr interessante Sendung gefunden ist – danach direkt wieder ausschalten und nur mit Zeitversatz ansehen, so daß Werbeblöcke übersprungen und Telefonate angenommen werden können.

Als Alternative zum passiven Konsum von Fernsehsendungen gibt es die sozialen Medien, welche mehr Interaktivität versprechen, insbesondere Facebook und Twitter.

Das Internet macht dumm, es raubt uns unsere Seelen, es führt zu Verflachung und ständiger Ablenkung - sagt Bill Keller, Chefredakteur der New York times, im Artikel The Twitter Trap vom 18. Mai. Christian Stöcker vom Spiegel führt eine Gegenrede im Artikel Es lebe die Verweichlichung, beides sehr amüsant zu lesen.

 

 

 

 

Wer Wordpress benutzt, hat sich vielleicht schon mal über die schlechte deutsche Übersetzung gewundert. Da ist die Rede von Dashboard, Pingback, Feedback, Widgets und Themes. Dann doch besser Brücke (so heißt die Kommandozentrale eines Schiffes), Rückmeldung, Steuerelement und Thema – das ist sofort verständlich und es bedarf keines langen Studiums von Dokumentation. Ich habe mir die Mühe gemacht, so eine urdeutsche Übersetzung anzufertigen, Versionen für Wordpress 3.1.x und Wordpress 3.0.x stehen zur Verfügung und können ausprobiert werden.

Für Pingback und Trackback habe ich übrigens keine prägnanten deutschen Übersetzungen gefunden. Vorschläge nehme ich gerne entgegen.

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