Apple fängt an, seine Nutzer zu überwachen
23. Juni 2010 von Dietrich
Siehe Wie Handys die Welt beobachten und Apple collecting, sharing iPhone users’ precise locations. Zitat von Spiegel Online: „Apple will wissen dürfen, wo sich seine Kunden aufhalten. Die Daten sollen bei Nachfrage auch an Diensteanbieter weitergegeben werden.“ Apple verliert seine Unschuld, fragt sich nur, ob Android von Google besser ist.
Auch die heise 7-Tage News enthält einen Artikel zu dem Thema Leutheusser-Schnarrenberger kritisiert Apples Datenschutzregeln und heise Developer den Artikel Wehret den Anfängen. Wendet euch von Apple ab.
Was mich nervös macht: ich benutze einen Mobilrechner von Apple mit dem Betriebssystem Schneeleopard und ich kann nach obigen Ausführungen nicht mehr sicher sein, daß der Standort meines Mobilrechners ohne mein Wissen (meine Zustimmung habe ich ja schon mit dem Akzeptieren der neuen Datenschutzrichtlinie gegeben) an Apple übertragen wird.
Apple hat in einem Antwortschreiben an die US-amerikanischen Abgeordneten des Repräsentantenhauses Edward J. Markey und Joe Barton Antworten geliefert, siehe
Apple rechtfertigt seine Datenschutzrichtlinien http://www.heise.de/newsticker/meldung/Apple-rechtfertigt-seine-Datenschutzrichtlinien-1041437.html
und Apple nutzt iPhone-Besitzer als Umgebungsscanner
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,707417,00.html.
Darin wird klargestellt: Nutzer des Betriebssystems Schneeleopard „können die Sammlung dieser Daten unterbinden, indem sie in den Systemeigenschaften unter Sicherheit die Ortungsfunktion deaktivieren“, schreibt Sewell (Zitat aus dem Spiegel-Artikel).
Damit ist mein Hauptkritikpunkt im positiven Sinne geklärt.
Es bleibt ein schaler Nachgeschmack (warum erklärt Apple das so spät?) und die Forderung an Apple, mehr Transparenz zu üben: Welche Daten werden an Apple übertragen? Eine Erklärung, wie das Erfassen von ortsbezogenen Daten abgeschaltet werden kann, gehört in die Datenschutzrichtlinie.