Die Süddeutsche Zeitung senkt ihre journalistischen Maßstäbe auf ungeahnte Tiefen
25. August 2011 von Dietrich
Am 24. August veröffentlicht die Süddeutsche Zeitung den Artikel Beleidigt und getreten mit der Einleitung
Ein 21-Jähriger aus Guinea hat sich in die S-Bahn-Türe gestellt, bis auch seine Freundin am Zug war. Ein Lokführer ist darüber so erbost, dass er den Mann beleidigt – und schließlich sogar tritt.
Im Artikel wird beschrieben, daß der 21-jährige die S-Bahn blockierte, bis seine Freundin eingestiegen war. Dafür wurde er durch eine Lautsprecherdurchsage gemaßregelt. Wörtlich heißt es doch der 51-jährige Mann im Führerstand verlor die Beherrschung. Wieso das? Eine S-Bahn mit hunderten von Fahrgästen zu blockieren ist ein Frechheit und eine Maßregelung durch eine Lautsprecherdurchsage ist angemessen. Nur die Süddeutsche Zeitung in Person von Herrn Stefan Simon möchte dem Leser etwas anderes suggerieren.
Weiter heißt es und er warf ihm dabei [in der Lausprecherdurchsage, Anm. des Autors] auch eine ausländerfeindliche Beleidigung an den Kopf. Leider verrät die Süddeutsche Zeitung dem geneigten Leser nicht, worin diese Beleidigung bestanden hat.
Der Artikel geht weiter mit: der Krankenpfleger war empört und ging zur Tür zwischen Waggon und Führerstand, um den Lokführer zur Rede zu stellen. Doch statt zu öffnen und sich zu entschuldigen, fuhr der 51-Jährige weiter zur Station Hirschgarten. Als normaler Fahrgast in der S-Bahn hält dieser 21-jährige Krankenpfleger also zuerst die S-Bahn (und damit alle Fahrgäste) auf und will dann die Fahrt noch weiter verzögern? Die Süddeutsche Zeitung nimmt eindeutig Stellung und findet dieses Verhalten angemessen. Sie auch?
Zum Schluss heißt es: dort [in der Station Hirschgarten, Anm. des Autors] eskalierte der Zwischenfall: Als der Guineer ausstieg und durch ein Seitenfenster per Handy ein Foto von dem Lokführer schießen wollte, trat dieser dem 21-Jährigen gegen die Hand. Das Mobiltelefon fiel zu Boden und zerschellte.
Wie soll das passiert sein? Hat der Zugführer durch das Seitenfenster getreten? Oder hat er vielleicht vorher die Tür geöffnet? Hat es einen kurzen Wortwechsel gegeben? Hat der Zugführer sich bedroht gefühlt? Hat sich der Krankenpfleger bedroht gefühlt? Über all dies wird der Leser nicht aufgeklärt, nur die Position der Herrn Stefan Simon und damit die der Süddeutschen Zeitung ist klar: hier kann es keine zwei Meinungen geben, hier darf tendenziös berichtet werden.
Herrn Stefan Simon sei dringend geraten, künftig Ereignisse so darzustellen, daß der Leser sich selber ein Bild machen kann.
Anhang: die Abendzeitung vom 25. August berichtet über den Vorfall auf Seite 9 unter der Überschrift Rassistische Durchsage in der S-Bahn und nennt die ausländerfeindliche Bemerkung, welche die Süddeutsche Zeitung ihren Lesern vorenthielt: …ist dieser Satz: Wenn de Tür kaputt is’, zahlt’s der Neger.
Aus den Mehrere Reisende, die sich zuvor schon über die Beleidigung empört hatten, stellten sich als Zeugen zur Verfügung (Zitat Süddeutsche Zeitung) werden bei der Abendzeitung Eine 35-jährige und ein 20-Jähriger – ein Detail, welches sehr schön den tendenziösen Ton des Artikels der Süddeutschen Zeitung beleuchtet.
Aktuelle Berichterstattung in “Demokratie” “Deutschland” auf den Punkt gebracht.
Kompliment an Sie, Herr Schmidt, für dieses Beispiel von mangelnder Kompetenz deutscher Berichterstatter.
Bedauerlicherweise ist das die Regel, daß heutzutage nur noch wenige kompetente Berichterstatter in deutschen Zeitungen tätig sind.
Eine Übersicht von Fakten, aus denen dann eine Meinung abgeleitet wird, findet man so gut wie nicht mehr in deutschen Artikeln.
Die ausländischen Nachrichtenagenturen beherrschen unsere Zeitungen und verdummen mich immer mehr, so daß ich mich mehr über das Internet bei “freien Denkern” informiere als aus den “Mainstreammedien (Gleichgeschaltete Informationsplattformen)”.
Hezrlichen Dank für ihren Artikel, hochachtungsvoll F. Schmidt